Am Donnerstag vor dem Anzapfen wurde schon einmal Probe gefahren.
Das Wetter übt diese Woche noch für das 191. Oktoberfest, hat aber passend zum Presserundgang am Donnerstag vor Wiesnbeginn die Kurve gekriegt. Bei wunderbarem Vorwiesnwetter wurden den Pressevertretern schon einmal die größten Neuheiten des diesjährigen bayerischen Nationalfests vorgeführt.
Wirtewechsel in der Schützenlisl
Der bisherige Wirt der historischen Kegelbahn, Michael Bietsch, hat die Schützenlisl zusammen mit den Geschäftsführern der Münchner Suppenküche, Florian Fendtz und Manfred Kneifel, übernommen. Diese sangen zusammen mit Musikdirektorin Traudi Siferlinger zur Eröffnung gar ein eigens gedichtetes Gstanzl. Oberbürgermeister Dominik Krause zapfte hier letztes Jahr zum ersten Mal auf der Wiesn an.
Shake & Roll
Von 1994 bis 2010 war der Insider aus der Wiesn gesetzt. Nach langer Pause kehrt das Fahrgeschäft zurück. Der Shake & Roll, der erstmals auf der Wiesn aufgebaut wurde, ist gar der Prototyp des Fahrgeschäfts. Leider war mangels TÜV-Abnahme noch keine Testfahrt möglich.
The Fisherman's Place
Im Laufgeschäftsektor sind, wohl nicht zuletzt aufgrund überschaubarer Investitionskosten, häufig Wiesnneuheiten zu vermelden. Mit The Fisherman's Place bringt der Münchner Schausteller Franz-Xaver Kollmann eine neue Variante mit Seefahrtthema auf das Oktoberfest. Auf drei Stockwerken wird gerollt, gewippt, gestoßen, ausgewichen und balanciert, wie man es erwartet. Dazu kommen allerlei Wassereffekte.
Chaos Pendel
Eine echte Neuheit ist das Chaos Pendel nicht. Bereits 2018 war es unter seinem Erstbesitzer auf der Wiesn. Das seltene Hochkarussell ist mit seinem überraschenden Fahrverlauf, ohne den Fahrgast zu sehr zu überfordern, eine willkommene Fastneuheit. Der Fahrpreis beträgt 10 €.
Bodos Cafézelt & Cocktailbar
Mit seinem gigantischen neuen Holzbau setzt das vielen noch als Cafézelt bekannte Bodos neue Maßstäbe unter den kleinen Zelten – und durchaus auch im Hinblick auf die zeitgenössische Gestaltung von Partyzelten. In der zweistöckigen Cocktailkathedrale mit Glasfront im Obergeschoss, die einen großzügigen Blick auf die Straße 2 erlaubt, werden in Zukunft mit Sicherheit einige Liter mehr Schaumwein als Kaffee getrunken.
Wirt Otto Lindinger legt allerdings Wert darauf, dass der Cafézeltcharakter erhalten bleiben soll. Der aufwendige Neubau, der zahlreiche ungeplante Änderungen notwendig machte, bereitete ihm jedoch graue Haare, ließ er die Pressevertreter wissen. Der überdachte Straßenverkauf ist eine besonders interessante Neuerung.
Flößerstadl
Das Flößerstadl dürfte eines der kurzfristigsten und überraschendsten Wiesnkonzessionen in der Geschichte sein. Nur weil Münchner-Stubn-Wirt Alexander Egger seine Frist zur Vertragsunterzeichnung verstreichen ließ, wurde der Platz überhaupt frei. In Windeseile sagte der designierte Nachfolger Klaus Bartl zu, seinen Flößerstadl erstmals vor dem Löwenbräuzelt aufzubauen.
Für Wirt Klaus Bartl geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Dafür, dass er sich bereit erklärte in extrem kurzer Zeit,
Neue Wirte für das Paulaner Festzelt
Das Winzerer Fähndl hat heuer ebenfalls neue Wirte bekommen. Am Vormittag wurde es noch von Kardinal Marx eingeweiht. Dennoch wähnte Wiesnchef Scharpf das Ehepaar Stiftl im Wirteolymp, nicht im Himmel angekommen.

